Grundhaltung / Werte / Ziele
Liegenschaft / Standort
Geschichte / Stiftung
Zielgruppe
Leistungsangebot

 

Pädagogisches Konzept
Aufnahmeverfahren
Organigramm des Betriebes
Finanzen
Weitere Informationen/Adressen 

 

 

Grundhaltung / Werte / Ziele

Wir sind ein Haus für Langzeitplatzierungen. Verhaltensauffälligkeiten sehen wir als Bemühen des Kindes, sich mit seiner Geschichte wie auch mit seiner aktuellen Lebenssituation auseinander zu setzen.
Der Mensch als soziales Wesen entwickelt sich in der Beziehung und ist auf Beziehung angewiesen. Ohne verlässliche Beziehungen kann an eine nachhaltige Förderung von Kindern nicht gedacht werden. Beziehung kommt vor Erziehung.


Wir denken und handeln nach systemischer Betrachtungsweise, welche den Einbezug aller relevanten Bezugspersonen im Umfeld eines Kindes verlangt. Dauerhafte, verbindliche Zuwendung gibt Kindern und Jugendlichen die Gewissheit, dass sie gemeint und wertgeschätzt sind. Wir gehen davon aus, dass sich viele Menschen, und besonders die uns anvertrauten Kinder, mit viel Einsatz darum bemühen, anerkannt, beachtet, ja geliebt zu werden. Fürsorge, Führung und Wertschätzung leiten die Kinder zu den Quellen innerer Kraft, mit welcher sie lernen, ihren Alltag zu meistern.

Wir geben den Kindern und Jugendlichen Strukturen, welche einen „gelingenden“ Alltag gewährleisten. Die Kinder und Jugendlichen sollen Wertvorstellungen und Orientierungshilfen, die wir ihnen vermitteln wollen, im Miteinander des Alltags, auf deren Gültigkeit überprüfen können. Die Alltagsabläufe werden möglichst für jedes Kind individuell gestaltet. Hierbei werden die unterschiedlichen Ressourcen der Kinder beachtet.
Als Ziel unserer Bemühungen sehen wir, dass die uns anvertrauten Kinder und Jugendlichen eines Tages als eigenständige, lebenstüchtige Erwachsene, ausgerüstet mit gesunden sozialen Kompetenzen, dastehen können.

 

 

Beziehung kommt vor Erziehnung

 

systemischer
Ansatz

 

Zuwendung und Wertschätzung 

 

 individuelle Tagessctruktur

Lebens-tüchtigkeit

Liegenschaft / Standort

Die Grünau liegt mitten in einer kleinen Landwirtschaftszone, umgeben von Wiesen und Äckern – angrenzend an ein überschaubares Wohnquartier. Die Liegenschaft ist mit den öffentlichen Verkehrsmitteln gut erreichbar.
Kindergarten, Primar- und Oberstufenschulen sind zu Fuß in wenigen Minuten über Fußwege und Quartierstrassen gut erreichbar. Das Quartier, aber auch Au und Wädenswil bieten viele Freizeit- und Kontaktmöglichkeiten. 1993 wurde eine umfassende Renovation der Grünau vorgenommen. Seit Sommer 2004 verfügt die Stiftung Grünau zusätzlich über einen Erweiterungsbau auf dem Gelände. Hier wohnen 3 Jugendliche. In diesem Gebäude sind ebenfalls ein Schulraum, ein Büro sowie ein Sitzungszimmer untergebracht. Gemietete Wohnungen in der Gemeinde bieten Wohnraum für die Jugendlichen der Aussenwohngruppe Stufe 2. Dabei handelt es sich um kostengünstige Studios, welche die Lehrlinge nach Abschluss der Lehre und nach Austritt aus der Grünau selbst mieten können. Allen heutigen Anforderungen gerechtwerdend, bietet die Grünau ein grosszügiges und räumlich zweckmässiges Angebot an Zimmern, Freizeit-, Werkstatt-,
Schulungs- und Wohnräumen. Zur Liegenschaft gehören zudem ein Haus für die Heimleitung, ein Garten mit altem Baumbestand, Land mit Tiergehegen sowie das „Ländli“, ein kleines Grundstück direkt am Zürichsee.

 

zentral und
gut eingebettet
in ein lebhaftes
Wohnquartier

Geschichte / Stiftung

Alice Weber, war ausgebildete Kinderpflegerin und bildete sich später an der Universität Wien in Heil-pädagogik weiter. 1934 ging für Alice Weber ein lange gehegter Wunsch in Erfüllung: Ihr Vater kaufte für sie das ehemalige Wohnhaus des Kantonsrates Johannes Tobler. Unter dem Namen Grünau eröffnete hier Frau Weber am 4. Juli 1934 ein privates Kinderheim, indem sie in der Folge stets 12-15 Kinder betreute und umsorgte. Im Jahr 1971 übergab Frau Weber das Kinderheim einer von ihr gegründeten Stiftung mit dem Zweck, das Heim auf gemeinnütziger Basis, im Sinn und Geist seiner Gründerin weiterzuführen.

 

Gegründet 1934
Stiftung seit 1971

Zielgruppe

Indikation
Im Kinderheim Grünau finden Kinder und Jugendliche Aufnahme, welche einen spezifischen Sozialisationsbe-handlungsbedarf auf Grund von mehrfach problemati-schen Lebensbedingungen und Lebensbewältigungsstrategien aufweisen. Es handelt sich dabei vorwiegend um sozialisationsbedingte Entwicklungsstörungen, Verhaltens- und emotionalen Störungen sowie Schulschwierigkeiten. Wir beurteilen zudem, ob eine längerfristige Integration in unsere pädagogische Lebensgemeinschaft als sinnvoll erscheint und welche externe Massnahmen (Therapie, Schulförderung usw.) erforderlich sind.
Das heisst, es finden Kinder und Jugendliche Aufnahme, für welche eine Platzierung für viele Jahre geplant und absehbar ist (Langzeitgruppe). Die Mindestaufenthaltsdauer ist jedoch 2 Jahre.
Die Institution steht Kindern/Jugendlichen aus allen
Kantonen offen.

Entwicklungs- und
Schulschwierigkeiten

 

 Langzeitplatzierung


Formelle Einweisungsgründe
Formelle Gründe für eine Einweisung in unsere Institution sind in den Richtlinien des ZGB festgehalten (Art. 307, 308, 310, 311, 312). Einweisende Instanzen sind Jugendsekretariate bzw. Vormundschaftsbehörden der Gemeinden.



Geschlecht / Alter

Es werden Kinder und Jugendliche beiderlei Geschlechtes im Alter von 6 - 13 Jahren aufgenommen. Wir achten auf eine ausgewogene Belegung in der Altersstreuung und auch zwischen Mädchen und Knaben. Konzept, Alltag und Umfeld der Grünau sind so gestaltet, dass den individuellen Entwicklungs- und Betreuungsbedürfnissen der Kinder im erforderlichen Mass entsprochen werden kann.

 


Koedukation und
Altersdurchmischung

Leistungsangebot 

Wir bieten unseren Kindern und Jugendlichen ein Zuhause in einem gepflegten, heimeligen Anwesen, inmitten einer Landwirtschaftszone und gut eingebettet im Quartier. Mit fachlich qualifizierten Mitarbeitenden werden Strukturen gepflegt, die Geborgenheit vermitteln und den Kindern und Jugendlichen das Gefühl von sich zuhause fühlen geben. Eine hohe Verbindlichkeit und Konstanz im Mitarbeiter-team unterstützen diese Anliegen. Die Mitarbeitenden verpflichten sich für 5 und mehr Jahre für die Anstellung (Absichtserklärung).

familienähnliche
Strukturen
Heimleitung wohnt auf dem Anwesen


Platzangebot 17 Plätze insgesamt

14 Plätze auf dem Anwesen...
Das Kinderheim Grünau bietet Wohnplätze für 15 Kinder und Jugendliche auf dem Gelände. Den Kindern stehen Einbettzimmer zur Verfügung.  

...davon 3 Jugendzimmer im Neubau
Lehrlingen oder Jugendlichen im 10. Schuljahr stehen 3 Jugendzimmern im Neubau zur Verfügung. Hier wird die Betreuung ergänzt mit dem Training von selbst kochen und einkaufen in Begleitung, Kassaführung, Wohnungsreinigung und Wäsche waschen und vieles mehr was zur Vorbereitung für den Übertritt in die AWG an Kompetenzen erworben werden muss.

3 Plätze Aussenwohngruppe
Als weiterer Schritt in die Selbständigkeit bieten wir die AWG Stufe an: während des letzten Lehrjahres oder während der letzten Monate vor dem Austritt. Hier wird in der Regel eine Wohnform und Situation gesucht, welche sich die jungen Erwachsenen nach dem Austritt leisten und übernehmen können (1-Zimmer Studiowohnung). Der Fokus liegt auf dem definitiven Eintrainieren von selbständigem Wohnen und auf der Hilfe bei den Vorbereitungen für die Lehrabschlussprüfung. Es wird ein Ablösungsprozess geplant.

Nachbetreuung
Nachbetreuung ist eine Leistung der Grünau, welche im Einzelfall mit der einweisenden Stelle vereinbart wird.

verschiedene
altersadäquate
Wohnformen
  
  
  
  
  
Konzept
Aussenwohngruppe


Betriebszeiten

Das Kinderheim Grünau ist ganzjährig offen und hat immer Vollbetrieb.  

ganzjährig
geöffnet


Betreuung

Grundsätzlich begleiten und betreuen wir unsere Kinder und Jugendlichen als Lebensgemeinschaft, wobei wir sie intern unterscheiden in Haupthaus- und Neubaugruppe /AWG Gruppe.

Aufgrund der Gruppengrösse pflegen wir bei Bedarf ein System von Gruppenteilung nach:

situativen Kriterien

alters- oder geschlechtsspezifische Aufteilung

nach Interessengruppen

besonderen pädagogischen Überlegungen  

 
in einer Gruppe
betreut
…wie auch
individuell


Schulungsmöglichkeiten
Für Kinder und Jugendliche, welche die öffentliche Schule besuchen können, steht das lokale Schulangebot zur Verfügung:

Kindergarten

Primar-, Sekundarschule (A,B,C)

Sonderklassen A, B, D

Berufswahljahr / 10. Schuljahr

Sonderschulung
Es besteht ein gutes Angebot an weiteren externen Sonderschulmöglichkeiten. (Kleingruppenschule, Heilpädagogische Sonderschule).


Aufgabenhilfe
Das „Aufgabenmachen“ ist ein fester Bestandteil im Tagesablauf der Grünau und wird nach individuellem Bedarf begleitet – inhaltlich wie strukturell. Dabei sind wir bestrebt, auch die Entwicklung von Selbständigkeit und Eigenverantwortung zu fordern und fördern. Bei erhöhtem Bedarf werden die Kosten mit der einweisenden Stelle besprochen und allenfalls zusätzlich verrechnet.

Interne Schulung in besonderen Fällen
Schulergänzender Unterricht: Als Übergangslösung oder in besonderen Fällen wird ein Teil des Unterrichtsstoffes stellvertretend oder im wiederholenden Sinn (Stützunterricht) intern vermittelt. Dies in Absprache mit der einweisenden Stelle und der betreffenden Schule. Die Kosten dafür werden mit der einweisenden Stelle besprochen und zusätzlich verrechnet.
Interner Einzelunterricht kann als zeitlich begrenzte Maßnahme oder als Übergangslösung bis zur Wiederintegration in die Regelklasse oder in Krisensituationen eingerichtet werden. (Im Haus steht ein geeigneter Schulraum zur Verfügung.) Die Kosten dafür werden mit der einweisenden Stelle besprochen und zusätzlich verrechnet.  

Integrierter Unterricht
Als Übergangslösung oder in besonderen Fällen wird ein Teil des Unterrichtsstoffes hausintern vermittelt (in Absprache mit der einweisenden Stelle und der betreffenden Schule).  

Berufswahlberatung und Unterstützung
Wir unterstützen aktiv den Berufsfindungsprozess und die Lehrstellensuche der Jugendlichen in Zusammenar-beit mit Lehrern und Berufsberatung (BIZ Horgen). Die Berufsfindung und -bildung ist fester Bestandteil der Förderplanung.  

Die Regelschulen
sind im Quartier
  
Sonderklassen:
A, B, D
  
  
besondere Schulen

 

 

Konzept
“schulergänzende
Förderung“

 

 

Schulergänzung

 

 

Einzelunterricht

 

 

Berufsfindungs-
angebote


Eltern- und Familienarbeit

Je nach individuellen Voraussetzungen entwickelt sich die Intensität der Elternarbeit unterschiedlich. Unser Bemühen besteht darin, eine auf gegenseitige Achtung und Vertrauen basierende Beziehung zu den Eltern aufzubauen, die einen konstruktiven Umgang ermöglicht. Um das zu fördern haben wir nebst den halbjährlichen Standortgesprächen ein Angebot von verschiedenen Anlässen, Festen oder Besuchstagen.  

Familienberatung
Die Durchführung einer spezifischen Familienberatung/-therapie durch eine externe Stelle hängt von den indivi-duellen Bedürfnissen und der Bereitschaft der betreffen-den Familie ab. Eine entsprechende Massnahme wird vorzugsweise durch den Versorger motiviert/induziert.  

Familienbegleitung
In allen Fällen ist es sinnvoll, eine Familie während des Prozesses der Fremdplatzierung ihres Kindes zu begleiten. Wir bieten eine von uns geführte oder koordinierte Begleitung an.  

Besondere Dienste und Angebote
Ergänzend zum internen Leistungsangebot arbeiten wir mit folgenden externen Fachstellen zusammen: Schulpsychologischer Dienst, Kinderpsychiatrischer Dienst, Psychomotorik, Logopädie, Sprachheiltherapie, Rhythmik, Eurythmie, Heileurythmie, Legasthenietherapie, Musikschule, Homöopathie. Zu den meisten dieser Stellen pflegen wir langjährige Kontakte. Weitere Dienste werden bei entsprechenden Erfolgschancen beigezogen. Indikation und Einsatz solcher Massnahmen wird in den regelmässig stattfindenden Entwicklungsplanungen untersucht und definiert. Im Zweifelsfall werden die erforderlichen Abklärungen veranlasst.
Durch die enge und regelmässige Zusammenarbeit mit zwei Kinderärzten aus der Region wird die medizinische Versorgung der Kinder und Jugendlichen sichergestellt.  

Konzept
“Eltern- und
Familienarbeit“

 

 

 

 

  
halbjährliche
Standortbestimmung


Timeout- Platzierung

Tiefgreifende Krisen-/Konfliktsituationen können eine
Timeout-Platzierung erforderlich machen. Eine solch schwerwiegende Massnahme wird nach sorgfältiger Abwägung – innerhalb des Teams wie im Gespräch mit dem Versorger – der individueller Situation angepasst und durchgeführt.

 

Konzept
„Timoutplatzierung“

Pädagogisches Konzept

Die Schwerpunkte unserer Arbeitsweise
Als tragfähige Basis in unserer Pädagogik sehen wir die verbindliche Beziehung mit den Kindern und Jugendlichen an. Unsere generellen Ziele, welche wir unter Berück-sichtigung der Entwicklungsmöglichkeiten unserer Kinder und Jugendlichen verfolgen, sind:

die physische und psychosoziale Gesundheit der Kinder und Jugendlichen zu erhalten oder aufzubauen

die schulische, berufliche und soziale Integration anzusteben.

das Gefühl für den eigenen Wert als Mensch begründen und bestärken.

Einstellungen und Fähigkeiten entwickeln die helfen, das Leben auf eine konstruktive Art zu gestalten und zu bejahren.

Das Leben in einer grossen Kinder- und Jugendgruppe hat auch Nachteile. wir suchen daher die höchstmögliche Form der individuellen, personen- und situationszentrierten Pädagogik. Das bedeutet, dass für alle Kinder und Jugendlichen individuelle Pläne erarbeitet werden.
Das Ermitteln der Problemfelder und des Handlungsbedarfs, das Erarbeiten von Zielvorstellungen und Lösungswegen und das spätere Ueberprüfen der Wirkung der Massnahmen sind immer nur individuell realisierbar.

Einzelgespräche / Beziehungsangebot
In formellen wie informellen Einzel- und Gruppengesprächen werden mit den Kindern und Jugendlichen die aktuellen Wünsche, Befindlichkeiten, der Fortschritt in der Schule, Freizeit wie auch der eigenen Entwicklung besprochen.

Elterntag
Die Kinder und Jugendlichen finden regelmässig Gelegenheit, ihre Eltern an ihrem Grünaualltagsleben teilhaben zu lassen. Der Elterntag ist ein Tag, an dem die Eltern eines Kindes eingeladen sind, zum Essen, einem Ausflug, Diaabend oder ähnlichem.

Sozialraumiorientierung Integration im Ort/Quartier und Klassenverband
Wir fördern die soziale Integration unserer Kinder und Jugendlichen am Wohnort, im Quartier, im Schulklassenverband. Um unsere Bemühungen in konkrete Formen zu binden, haben wir verschiedene Angebote ausgearbeitet. Wir pflegen einen regen, freundschaftlichen Kontakt mit Nachbarn, Lehrern und Eltern von Freunden und Schulfreunden unserer Kinder. Die Kinder haben die Möglichkeit, ihre Freunde zum Spielen, Aufgabenmachen, zum Essen wie auch zum Übernachten am Wochenende oder in den Ferien in die Grünau einzuladen.
Auch die Teilnahme an lokalen Anlässen gehören zu einer wertvollen Institutionskultur, welche in der Grünau seit vielen Jahren gepflegt wird.

Beziehungsangebot
  
  
  
  

 

 

 

personenzentriert
ressourcenorientiert
     
  
Erfassen der
Problemfelder
und des
Handlungsbedarfs
   
Familienarbeit

 

 

 

Beziehungspflege


Vereine

Das Mitmachen im Turnverein, Jugendchor, Fussballclub oder einem anderen Verein wird gefördert und finanziert.

Erlebnispädagogik
Erlebnispädagogik ist uns eine wertvolle und häufig eingesetzte Methode: Zeltlager, Lagerwochenende, Picknick und Spielen im Wald oder am Fluss, Wandern, Basteln und Werken mit verschiedensten Materilaien oder unsere Tierhaltung und Gartenpflege prägen in diesem Bereich den “Geist” der Grünau durchs ganze Jahr auf vielfältige Art und Weise.
Mit themenzentrierten Projekten – einzeln, mit wenigen oder der Geamtgruppe - verfolgen wir das Ziel, dass unsere Kinder und Jugendlichen im Verlaufe eines solchen Projektes auf das angegebene Thema sensibilisiert werden.

Tierhaltung
Umgang und Pflege von unseren Tieren, Arbeiten auf unserem „Land“ und im Garten zählen zu den besonderen pädagogisch-therapeutischen Angeboten in der
Grünau. Die Tierpflege und alle Arbeiten rund um unsere Tiere, das Erleben von Geburt und Tod, das Tragen von Verantwortung und der Aufbau von Beziehung zu den Tieren prägen einen Teil unseres Alltages.

Ein Tag in der Grünau
Damit das Zusammenleben in unserem Haus gelingt, bedarf es gewisser Regeln. Dazu gehört, dass jedes Kind seinen Teil an den Hauspflichten übernimmt. Ämtli; wie Abtrocknen, Tiere füttern, Zimmer aufräumen und ähnliches gehören zum Alltag. Ein ganz normaler Tag sieht etwa so aus: 06.00 - 07.00 Aufstehen, je nach Schulbeginn –
Duschen, Zimmerordnung etc.
06.30 - 07.15 Frühstück - je nach Schulbeginn
07.30 - 08.00 Schule je nach Stundenplan
12.00 Mittagessen
12.45 Schule oder freier Nachmittag
16.00 Zvieri
16.00 - 18.00 Hausaufgaben, Freizeitgestaltung
Hobbys, Musikunterricht, Freunde
18.00 Abendessen
19.00 Abendgestaltung, Vereine, Beteiligung
an einem Freizeitprojekt
20.15 - 23.00 Nachtruhe je nach Alter

Ein Grünaujahr
Die ersten Monate im Jahr sind in der Grünau von winter-lichen Aktivitäten geprägt. Das Skilager in Graubünden, Schlittelausflüge, Eislaufen und Skitage in der Umgebung sind nebst den Besuchen im Hallenbad die wesentlichen Freizeitunternehmungen ausser Haus. In dieser kalten Zeit stehen unsere Werkstatt und unsere kleine Turnhalle hoch im Kurs.

Wenn es wärmer wird und unsere Hühner, die Esel und Ziegen wieder auf die Weiden dürfen, wird uns etliche Arbeit beschert. Der Hufschmied wird bestellt, der Garten ums Haus will gepflegt werden, auf unserem Seegrundstück muss erstmals die Wiese gemäht werden und vieles andere mehr.

Mit dem traditionellen Auffahrtsausflug, an welchem alle Eltern zusammen mit den Kindern und Mitarbeitern der Grünau eine Tageswanderung unternehmen wird der Sommer eingeläutet.

Campingferien am See oder gar am Meer ist einer der Höhepunkte im Jahresrund. Baden am Zürichsee und Bootsfahrten auf der Reuss ergänzen unsere Sommerferien. Der Beginn des neuen Schuljahres im August bringt viel Aufregung in die Grünau. Neue Stundenpläne, neue Fächer oder neue Mitschüler brauchen Zeit, bis man sich daran gewöhnt hat.

In den Herbstferien erholen sich die Kinder von den Strapatzen der Schule und starten mit unserem Herbstlager ein Projekt zu einem bestimmten Thema.

Der Monat Dezember steht ganz im Zeichen der Besinnlichkeit und des Rückblicks: Das Adventsfest, mit den Famileinangehörigen der Kinder und Jugendlichen, die grosse Weihnachtsfeier sowie das Neujahrsfest bilden den Abschluss eines Grünaujahres.

 

  
Mitgliedschaft
in Vereinen

 

Sommerlager
Herbstlager
Skilager
Ausflüge
  

 
Esel, Schafe, Ziegen, Hühner, Hasen,
Hund und Katze

Aufnahmeverfahren

Wir legen grosses Gewicht auf ein detailliert ausgearbeitetes Aufnahmeverfahren. Dabei soll anfänglich geklärt werden, welche Erwartungen alle Beteiligten an eine Plazierung stellen, mit welchen Indikationen und welcher ins Auge gefassten Aufenthaltsdauer gerechnet wird. Das Verfahren prägt auch von Anfang an die Art des Umgangs zwischen den beteiligten Parteien.

aufnahmevorgang_klein

Ein Aufnahmeverfahren wird in der Regel wie folgt ablaufen:

Erster telefonischer Kontakt: Situationsschilderung auf Grund der direkt verfügbaren Informationen

Gespräch oder Bericht mit/von der einweisenden Stelle, Eltern, Lehrer/in allenfalls weitere Abklärungen (Aufnahme von Lebensgeschichte, Genogramm, Gesundheits- und Entwicklungsstand usw.)

Erstes Familiengespräch, Eltern, einweisender Stelle

Schnuppertage des Kindes  (Es ist uns ein wesentliches Anliegen, dass der/die Betroffene mit einer angemessenen Zustimmung in die Grünau eintreten kann!)

Ausarbeiten einer Eintrittsvereinbarung mit Beschreibung der angestrebten Ziele und Vorgehensweisen in den Bereichen, Pädagogik, Schule, Familie, Therapie.

Gemeinsames Unterzeichnen der Eintrittsvereinbarung als Absichtserklärung

 


Entwicklungsplanung

Die Planung der individuellen Entwicklung und Betreuung soll uns helfen, die physische, psychische, geistige und auch moralische Entwicklung des Kindes in allen Lebensbereichen (Gesundheit, Freizeit, Beziehungen, Schule, Berufsfindung) optimal beeinflussen und steuern zu können. Sie soll die Vorgaben für die individuellen Entwicklungsziele geben. Die daraus folgenden Massnahmen und methodischen Mittel (beschrieben im vorliegenden Dokument sowie den ergänzenden Konzepten) sollen dazu beitragen, dass das Kind bestimmte Fähigkeiten, Kenntnisse, Lebenstechniken, Einstellungen, Haltungen und Gesinnungen erwirbt und beibehält.
Die Grundlagen für eine individuelle und systematische Erziehungsplanung werden bereits beim Abklärungs- und Aufnahmeverfahren gelegt; danach wird sie in regelmässigen Abständen aktualisiert. (In der Regel zwei Mal jährlich). Einbezug und Information von bzw. Zielverein-barungen mit den Kindern/ Jugendlichen und deren Bezugspersonen (Eltern, Lehrer, Therapeuten, Beiständen usw.) erfolgen weitgehendst bzw. nach Möglichkeit und Nutzwert für die Entwicklung des Betroffen.  

Austrittsplanung
Der Zeitpunkt und die Art des Austrittes, respektive der Ablösung und Neuorientierung, wird durch alle Beteiligten festgesetzt. Mögliche Formen sind:

Rückkehr ins Elternhaus

Uebertritt in eine andere Institution Nachbetreuung durch die Grünau in einer Jugendwohnung / Zimmer

Austritt in die Selbständikeit  

Nachbetreuung
Vor einem Austritt wird der Ablösungsprozess beschrieben und bewusst gefördert, damit Ablösung und Integration gelingen können. Durch die starke Aussenorientierung des Kinderheim Günau sind die Kinder und Jugendlichen weitgehend vertraut mit den gesellschaftlichen Normen. Eine Nachbetreuung ist in den meisten Fällen sinnvoll und wird von uns angeboten. Eine solche bedarf jedoch einer speziellen Definition und Konzeptionierung.
Wird eine Rückkehr ins Elternhaus ins Auge gefasst, so wird der/die Jugendliche im Austrittsjahr möglichst viele Wochenenden und Ferien Zuhause verbringen, damit der Kontakt intensiviert wird und allfällige Problemfelder ans Licht treten. In dieser Phase werden auch die Kontakte zwischen den Eltern und dem Kinderheim Grünau intensiviert. Der Verlauf der Wochenenden oder Ferien wird gemeinsam besprochen.  

 

 

Organigramm des Betriebes

Heimleitung Die Heimleitung wohnt auf dem Anwesen Diese Form betont besonders den familiären Ansatz, den die Grünau pflegt.  

Stellenplan
Die pädagogischen Stellen (inkl. Heimleitung) sind durch fachlich qualifizierte Mitarbeiter und Mitarbeiterinnen besetzt. (Sozialpädagogen/innen oder solche in Ausbildung). Dadurch wird sichergestellt, dass die Konzepte der Grünau qualitativ wie quantitativ realisiert werden können.  

Stiftungsrat
Der Stiftungsrat ist die Aufsichtsstelle und hat die strategische Führung des Kinderheimes. Er steht bei Bedarf mit verschiedenen Fachkommissionen beratend zur Verfügung.  

stiftungsrat_klein

Schulung und Förderung der Mitarbeitenden
Personelle Kontinuität sehen wir als die Grundlage für die gute Bwetreuung und Begleitung von Kindern und Jugendlichen.
Mitarbeitende, welche über etliche Jahre im Team bleiben möchten, muss sich wohl fühlen können. Sie müssen gerne und entspannt ihre Arbeit tun können. Teamfähigkeit, soziale und fachliche Kompetenzen, Persönlichkeitsentwicklung und Reflexion, Konflikt- und Kommunikations-fähigkeit sind die Voraussetzungen dazu und darum auch die primären Themen der internen wie externen Weiterbildung.
Eine Teamsitzung pro Monat ist der internen Schulung gewidmet. In Ergänzung dazu werden in regelmässigen Abständen bzw. nach Bedarf geeignete Supervisoren und/oder Fachspezialisten zugezogen, Retreats oder von Mitarbeitenden geleitete Fachdiskussionen durchgeführt. (Fallbesprechungen, Reflexion pädagogischer Themen und/oder Methoden).
Einmal jährlich finden individuelle Mitarbeiter-/Zielvereinbarungsgespräche statt. Die Heimleiter bieten und suchen aktiv individuelle wie teamorientierte Gespräche.
Externe Weiterbildungen werden gezielt gefördert.  

 

Die Heimleitung
wohnt auf dem
Anwesen
Hohe Kontinuität
im Mitarbeiterteam

Finanzen

Finazierung Das Kinderheim Grünau wird durch Kostgelder, Subventionen des Kantons Zürich, Subventionen des EJPD und Spenden finanziert. Die Betriebsrechnung wird jährlich von der Revisionsstelle geprüft. Der Bericht der Revisoren wird dem Stiftungsrat sowie den Kostenträgern vorgelegt.

Tageskosten
Die Tagestaxe beträgt für Kinder aus dem Kanton Zürich
Fr. 230.- pro Tag. - Für Ausserkantonale gemäss interkantonaler Vereinbarung.

Nebenkosten
Für Kleider, Sport, Taschengeld, Vereine, Schulbeiträge, Fahrtkosten, Sport- und Ferienlager, Musikunterricht werden Nebenkosten erhoben. Die Nebenkosten werden in einer Monatspauschale – auf Basis der SKOS-Richtlinien - verrechnet.

Kosten für besondere Massnahmen
Trifft der Versorger mit dem Kinderheim Grünau weitere Leistungsvereinbarungen auf Grund eines von der Grünau erstellten Angebotes, so wird dafür eine zusätzliche Taxe vereinbart.  

 

 

Weitere Informationen/Adressen

Stiftung Kinderheim Grünau
Toblerweg 3
B. & D.Specht-Oltarjow
8804 Au / Wädenswil
Tel. 044 781 38 59
Fax 044 781 39 34
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Bank
CS Wädenswil Kt. Nr. 438015-31  

Aufsichtsstelle
Amt für Jugend und Berufsberatung Kt. Zürich