Ausgangslage
2 Stufen – Modell
AWG (3 Plätze)
Zielgruppe
Aufnahmebedingungen
Betriebszeiten

 

Ziele
Betreuungsformen
Austritt
Anforderungsprofil
für die AWG Betreuung

Kosten

 

Das Kinderheim Grünau bietet zwei verschiedene Betreuungs- und Wohnformen für Kinder und Jugendliche an. Zwei dieser Möglichkeiten sind die betreuten Aussenwohngruppe Stufe 1 (für 16-18 jährige Jugendliche beiderlei Geschlechtes) und die AWG Stufe 2, (für 17-20 jährige Jugendliche) doch mit abnehmender Betreuungsdichte.
Für diese wird eine angemessen große Wohnung zur Verfügung gestellt. Hier erhalten junge Menschen, die in einer Lehre oder anderen Berufsausbildung stehen, die Möglichkeit zum Erproben ihrer persönlichen und lebenspraktischen Kenntnisse. Gleichzeitig können die Jugendlichen, die in Au, Wädenswil oder Umgebung, ein Beziehungsnetz aufbauten weiterhin davon profitieren.

Die Grünau bietet verschiedene Wohnformen für Schüler und Jugendliche an

Ausgangslage

up

Das Kinderheim Grünau ist ein Haus für Langzeitplatzierungen. Unsere Klienten verbringen in der Regel ihre ganze Kindheit und Jugendzeit bis zum erwachsenen Leben in der Grünau. Da  diese Kinder auf kein tragfähiges Familiensystem zurück greifen können, und auf Grund ihrer Entwicklung und der persönlichen Problematiken auch nach der Schulzeit auf ein institutionelles Zuhause angewiesen sind, gehört es zu unserem Auftrag, die Jugendlichen bei Bedarf bis zum Abschluss ihrer Ausbildung mit einem angemessenen Betreuungsangebot zu begleiten.

 

 

2 Stufen – Modell

up

Der Wechsel vom Kinderheim in eine Aussenwohngruppe ist für unsere Jugendlichen eine grosse Herausforderung. Selbst für ressourcenstarke Jugendliche, welche nicht in einem Heim aufgewachsen sind, wäre ein Weggehen vom Elternhaus mit 16 Jahren eine schwere Belastung. Die Gefahr, dass all die jahrelangen Bemühungen um eine gesunde Entwicklung des Kindes/Jugendlichen daran scheitern, dass sie in dieser neuen Situation überfordert sind, ist gross. Trotzdem sind wir als Institution verpflichtet, die Jugendlichen, anders als in einer „Normalfamilie“, viel früher ins selbständige Leben zu schicken.

Um diesen Übergang so zu gestalten, dass „Abstürze“ möglichst vermieden werden können, wechseln die Jugendlichen, wenn sie in die Lehre kommen, in den Neubau auf dem Heimgelände. Die Jugendlichen sind noch „zuhause“ und können mit viel Begleitung erste Schritte in die Selbständigkeit üben. Sie werden noch vollbetreut. Die ersten Schritte und Hürden in ihrer Berufsausbildung werden intensiv begleitet.

 

Viele unserer Klienten verbringen ihre ganze Kindheit und Jugendzeit bis zum erwachsenen Leben in der Grünau.

AWG (3 Plätze)

up

Werden die Jugendlichen sicherer und selbständiger und drängen von sich aus nach mehr Selbständigkeit, wechseln sie in die AWG
Diese Betreuungsform entspricht den bekannten Angeboten. Die Jugendlichen sind 2-3 mal wöchentlich betreut. Die Betreuungsdichte nimmt mit zunehmender Reife der Bewohner ab.

 

 

Zielgruppe

up

Schulentlassene Jugendliche beiden Geschlechts, die fähig sind, sich auf ein selbständiges Wohnen mit Gleichaltrigen in einer betreuten Wohnsituation einzulassen, welche im Kinderheim Grünau viele Jahre gelebt haben.

 

 

Aufnahmebedingungen

up

Jugendliche von mind. 16 Jahren und max. 20 Jahren

abgeschlossene Schulpflicht - begonnene Berufslehre oder mind. abgeschlossener Lehrvertrag /Eingliederungsprogramm/geschützter Arbeitsplatz o.ä.
Zuverlässigkeit im Alltag (Aufstehen am Morgen, zur Arbeit gehen, Termine einhalten etc.)

Bewältigung der Alltagsarbeiten (Kleiderpflege, Putzen, Einkaufen, Kochen)

Ehrlichkeit im Umgang mit Geld und persönlichen Gegenständen der anderen

Fähigkeit mit einem zugeteilten Budget auszukommen

kein Drogenkonsum

Bereitschaft und Fähigkeit, sich auf eine neue Betreuungsperson einzulassen

Bereitschaft zum Zusammenwohnen mit Gleichaltrigen und zur Konfliktbewältigung

Nachgehen einer regelmäßigen Freizeittätigkeit (z.B. Club, etc.).

 

 

Betriebszeiten

up

Die AWG ist das ganze Jahr geöffnet.

 

 

Ziele

up

Das Ziel in der AWG ist es, eine abgeschlossene Ausbildung mit der Integration in den Arbeitsalltag zu erwerben, sowie die Fähigkeit zur selbständigen Wohn- und Lebensraumgestaltung. Der/die junge Erwachsene sollte über ausreichende Kenntnisse im Haushalt, in der Lebensraumgestaltung, im Umgang mit Behörden und Ärzten verfügen. Sie sollte fähig sein, sich in Notsituationen Hilfe von außen zu holen. Klärung und Pflege des konstruktiven Beziehungsnetzes und die Fähigkeit, Konflikte auszutragen, sich in Beziehungen einzulassen und abzugrenzen sollen gefördert werden. Bereitschaft zur Bewältigung der eigenen Geschichte .

Durch die Wohnlage in der AWG sind die Jugendlichen gezwungen, sich an allgemeine Hausregeln anzupassen ( Nachtruhe, Waschplan etc.) und nachbarschaftliche Kontakte zu pflegen (Grüßen im Treppenhaus, Anbieten von nachbarschaftlicher Hilfe u.s.w.). Das persönliche Zimmer kann die/der Jugendliche nach eigenem Geschmack einrichten. Gemäß Vertrag können die Anschaffungen beim Austritt übernommen werden. Die Jugendlichen gestalten auch die allgemeinen Wohnräume mit. Haustiere dürfen nur in Absprache mit der Betreuungsperson und den Mitbewohner/innen gehalten werden.

 

 

Betreuungsformen

up

Die Gruppenbegleitung:
Das Gestalten des Zusammenlebens in der AWG ist ein wichtiges Lernfeld. Die Jugendlichen müssen sich miteinander auseinandersetzen und unter anderem gemeinsam die Alltagsbewältigung, verschiedene Abmachungen, die das Zusammenleben betreffen regeln. Die Betreuungsperson unterstützt und begleitet diese Prozesse.

Die Einzelbetreuung:
Die Einzelbetreuung wird in drei Phasen unterteilt:
1. Phase Eintritts- und Neuorientierungsphase
2. Stabilisierungs- und Lernphase
3. Ablösungsphase

 

 

Austritt

up

Der Austritt aus der AWG wird in der Regel nach Abschluss der Ausbildung vollzogen. Bereits frühzeitig beginnen die Abklärungen bezüglich Stellen- und Wohnungssuche mit der Betreuungsperson und der einweisenden Stelle. Übergangslösungen für die Überbrückung der Rekrutenschule oder z.B. bei Arbeitslosigkeit sind von den persönlichen Anstrengungen der betroffenen jungen Erwachsenen und dem Platzangebot in der AWG abhängig. Das Austrittsalter ist max. 21 Jahre.

 

 

Anforderungsprofil für die AWG Betreuung

up

Die Aufgaben und Kompetenzen der Betreuungsperson sind im Stellenbeschrieb ”SozialpädagogeIn der AWG” festgelegt. Regelmäßige Sitzungen im Kinderheim Grünau und Gespräche mit der Heimleitung, sowie Supervision gewährleisten die Verknüpfung mit dem Kinderheim Grünau und begleiten die Arbeit.
Fachliche Voraussetzung an die Betreuungsperson ist eine abgeschlossene Ausbildung als SozialpädagogeIn sowie Erfahrung im Umgang mit Jugendlichen.

 

Fachliche Voraussetzung an die Betreuungsperson ist eine abgeschlossene Ausbildung als SozialpädagogIn

Kosten

up

Der Tagesansatz entspricht den kantonalen Richtlinien des Kantons Zürich. Mit dem Lehrlingslohn leistet die/der Jugendliche einen aktiven Beitrag an die monatlich anfallenden Kosten, wie Kleider, Taschengeld, Coiffeur etc. gemäß Jahresbudget. Krankenkassenbeiträge, Ausbildungsauslagen und besondere Anschaffungen werden in Absprache mit der einweisenden Stelle weiterverrechnet.